Rückfahrkamera fürs Auto: richtig auswählen und Schritt für Schritt einbauen

Rückfahrkamera fürs Auto, kompatibel mit CarPlay- und Android-Auto-Bildschirmen

In eine enge Lücke einparken, in einer Tiefgarage mit Pfeilern rückwärts fahren oder einen Anhänger ankuppeln: Das sind die drei Situationen, in denen die meisten Kratzer entstehen. Eine Rückfahrkamera löst alle drei für wenig Geld, und wenn Sie bereits einen Bildschirm mit CarPlay oder Android Auto im Auto haben, ist der Einbau noch einfacher: Das Bild erscheint automatisch, sobald Sie den Rückwärtsgang einlegen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Kameratypen es gibt, worauf Sie vor dem Kauf achten sollten, wie der Einbau Schritt für Schritt abläuft und was zu tun ist, wenn kein Bild erscheint. Alles gedacht für Fahrzeuge, die ab Werk keine Kamera hatten.

Welche Arten von Rückfahrkameras gibt es?

Nicht jede Kamera wird gleich montiert und nicht jede fällt gleich wenig auf. Das sind die Möglichkeiten:

  • Universalkamera, rund oder eckig: sitzt in einer kleinen Bohrung im Stoßfänger oder an der Heckklappe. Die vielseitigste Lösung, passend für fast jedes Auto.
  • Kamera in der Kennzeichenleuchte: ersetzt eine der Kennzeichenleuchten. Sehr integriert und ohne neue Bohrungen.
  • Kamera in der dritten Bremsleuchte: gedacht für Transporter und Vans mit hoher Heckklappe. Sie liefert eine höhere und beim Rangieren nützlichere Perspektive.
  • Frontkamera: wird im Kühlergrill montiert und hilft beim Vorwärtseinparken oder beim Ausfahren aus unübersichtlichen Garagen.

Bei einem Transporter oder einem hohen Fahrzeug ist die Variante in der Bremsleuchte meist die beste: Sie finden sie in unserer Kollektion an Einparkkameras, mit speziellen Modellen für Peugeot Traveller und Expert, Citroën Jumpy SpaceTourer, Opel Zafira Life und Vivaro oder Toyota ProAce.

Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

Noch Fragen? Ein Experte berät dich

Schreib uns per WhatsApp mit deiner Marke, deinem Modell und Baujahr und wir sagen dir genau, welches Display in dein Auto passt. Wir antworten in wenigen Minuten.

Mit einem Experten auf WhatsApp sprechen
  • Auflösung und Sensor: Eine HD-Kamera mit gutem Sensor macht nachts den Unterschied, und genau dann brauchen Sie sie.
  • Blickwinkel: 140º bis 170º sind üblich. Mehr Winkel deckt mehr ab, verzerrt aber die Ränder etwas.
  • Nachtsicht: Infrarot-LEDs helfen in dunklen Garagen.
  • Dichtigkeit: Achten Sie auf IP67 oder besser, denn die Kamera ist Regen und Hochdruckreiniger ausgesetzt.
  • Hilfslinien: Manche haben feste Linien, bei anderen lassen sie sich am Bildschirm abschalten.
  • Anschlusstyp: Die meisten nutzen einen RCA-Videoausgang, kompatibel mit den gängigen Android-Bildschirmen.

Lässt sie sich an einen CarPlay- oder Android-Auto-Bildschirm anschließen?

Ja, und das ist die komfortabelste Kombination. Praktisch alle Radios mit CarPlay und Android Auto, die wir einbauen, haben einen eigenen Videoeingang für die Rückfahrkamera und ein Schaltkabel. Dieses Kabel kommt an den Pluspol des Rückfahrscheinwerfers: Legen Sie den Rückwärtsgang ein, wechselt der Bildschirm von selbst zum Kamerabild und kehrt danach zur vorherigen Ansicht zurück.

Hat Ihr Auto noch das Werksradio, gibt es zwei Wege: einen neuen Bildschirm einbauen und die Kamera gleich mit erledigen, oder die Kamera mit einem separaten Monitor betreiben. Die erste Variante lohnt sich mehr, weil Verkabelung und Arbeitszeit geteilt werden.

Kamera Schritt für Schritt einbauen

Noch Fragen? Ein Experte berät dich

Schreib uns per WhatsApp mit deiner Marke, deinem Modell und Baujahr und wir sagen dir genau, welches Display in dein Auto passt. Wir antworten in wenigen Minuten.

Mit einem Experten auf WhatsApp sprechen
  1. Minuspol der Batterie abklemmen, bevor Sie etwas an der Elektrik anfassen.
  2. Position wählen: Bohrung im Stoßfänger, Aufnahme der Kennzeichenleuchte oder dritte Bremsleuchte. Montieren Sie die Kamera mittig, damit die Hilfslinien stimmen.
  3. Videokabel verlegen, von der Heckklappe bis zum Armaturenbrett. Üblich ist der Weg durch die Gummidurchführung der Heckklappe, weiter am Dachhimmel oder an der Seitenverkleidung und dann die A-Säule hinunter zum Bildschirm.
  4. Kamera mit Strom versorgen: rotes Kabel an den Pluspol des Rückfahrscheinwerfers, schwarzes an Masse. So verbraucht die Kamera nur Strom, wenn Sie sie nutzen.
  5. Cinch-Stecker an den Kameraeingang des Bildschirms anschließen und das Schaltkabel an den mit REVERSE oder CAM markierten Anschluss.
  6. Vor dem Zusammenbau testen: Batterie anklemmen, Rückwärtsgang einlegen und Bild, Ausrichtung sowie Spiegelung prüfen.
  7. Kabel sauber verlegen und mit Kabelbindern fixieren, die Bohrung abdichten, damit kein Wasser eindringt.

Ist das Fahrzeug lang und das mitgelieferte Kabel zu kurz, gibt es 10-Meter-Cinch-Verlängerungen genau dafür; bei Transportern und Kombis ist das das meistgefragte Zubehör.

Häufige Probleme und ihre Lösung

  • Der Bildschirm schaltet nicht automatisch um: fast immer das Schaltkabel. Prüfen Sie, ob es am echten Plus des Rückfahrscheinwerfers hängt und nicht am Blinker.
  • Streifen oder Störungen im Bild: meist schlechte Masse oder das Videokabel liegt direkt neben dem Stromkabel. Kabel trennen und Massepunkt prüfen.
  • Bild gespiegelt oder auf dem Kopf: Viele Kameras haben ein Kabel mit Brücke zum Drehen des Bildes, bei anderen stellt man es im Menü des Bildschirms ein.
  • Das Bild bleibt nur beim Rückwärtsgang: Das ist normal, viele Bildschirme erlauben aber den manuellen Aufruf der Kamera über ein Symbol.
  • Die Linse beschlägt von innen: ein Zeichen für eingedrungenes Wasser. Das ist ein Garantiefall.

Häufige Fragen

Noch Fragen? Ein Experte berät dich

Schreib uns per WhatsApp mit deiner Marke, deinem Modell und Baujahr und wir sagen dir genau, welches Display in dein Auto passt. Wir antworten in wenigen Minuten.

Mit einem Experten auf WhatsApp sprechen

Kommt ein Auto mit Rückfahrkamera durch die Hauptuntersuchung?
Ja, solange die Kamera weder Kennzeichen noch vorgeschriebene Leuchten verdeckt und der Bildschirm während der Fahrt keine bewegten Bilder zeigt. Einparkkameras sind ein anerkanntes Assistenzsystem.

Muss der Stoßfänger gebohrt werden?
Das hängt vom gewählten Modell ab. Versionen, die Kennzeichenleuchte oder dritte Bremsleuchte ersetzen, brauchen keine neuen Bohrungen.

Kann ich Kamera und Einparksensoren zusammen einbauen?
Ja, und das ist die beste Kombination: Die Kamera zeigt, was hinter Ihnen ist, die Sensoren nennen den genauen Abstand, auch bei niedrigen Hindernissen außerhalb des Bildausschnitts.

Passt jede Kamera zu meinem Bildschirm?
Wenn Ihr Bildschirm einen Cinch-Videoeingang hat, ja. Bei Fahrzeugen mit Werkskamera braucht es ein spezielles Interface zur Signalanpassung; schreiben Sie uns, wir sagen Ihnen welches.

Wie lange dauert der Einbau?
Ein bis zwei Stunden, je nachdem, wie aufwendig die Kabelverlegung bis zum Armaturenbrett ist. Bei großen Transportern eher zwei Stunden.

Rückfahrkameras ansehen

Universelle Rückfahrkamera fürs Auto

Die universelle Rückfahrkamera und alle weiteren Modelle, auch die transporterspezifischen, finden Sie in unserer Kollektion an Einparkkameras. Wenn Sie nicht sicher sind, welche zu Ihrem Auto passt, schicken Sie uns per WhatsApp ein Foto der Heckklappe, wir bestätigen es vor dem Kauf.